Die Karte
Jetzt mal ehrlich: wer war schonmal in Galllmansweil, in Münchhöf, oder oder gar in Hecheln? Und wenn ja, warum?
Also so sieht der Hegau von dort aus, es sind grad mal 15 km (Münchhöf), aber es ist eine Ecke des Landkreis Konstanz, die zumindest wir gar nicht kennen.
Eine unerwartet schöne erste Etappe, kein Mensch unterwegs, sattgrüne Wiesen und Felder mit Kornblumen und Mohn,
Falken, Bussarde und viele Vogelstimmen aus den Gebüschen, eine Wanderung von winzigkleinen Kröten über unseren Weg. Die waren ganz schön schnell.
Und dann vor Messkirch ein wunderbarer dichter Wald, durch den wir bestimmt eine Dreiviertelstunde gefahren sind: Viele Buchen, Eichen, ein dichtes grünes Gestrüpp aus Brombeeren, und: einen super Radweg!!! Gut ausgeschildert, asphaltiert und mit einer Steigung, die man gemütlich und zügig fahren konnte. Immerhin sind wir auf fast 700 Höhenmeter aufgestiegen.,
...und das nicht nur einmal, sondern es war ein ständiges Auf und Ab.
Hier geht`s zum Bodensee und dann in die Nordsee und ein paar Meter weiter geht's zur Donau und ins Schwarze Meer.
Und dann sind wir plötzlich wirklich an der Donau; juhuuuuu!
Und jetzt ich:
(Manne): Wirklich auf eine sehr eigene Route sind wir heute nach Sigmaringen geradelt. Das Donautal kann jeder- und sind wir auch schon mehrfach abgefahren/laufen.
Es ist recht frisch als wir losfahren. Am Horizont immer die riesigen Wolkenberge. Dann wieder tiefschwarzer Himmel
- ABER: Wir sind trocken in Sigmaringen angekommen.
Gleich zu Anfang die Aachquelle
Quasi das Bild zur ganzen Reise. Der Shortcut zwischen Donau und Rhein! Wir verbinden Donau und Rhein später noch zweimal! Über den Rhein/Main/Donaukanal und später dann über den Neckar und zurück zur Donau.. Das zumindest ist der Plan. Mal sehen wie es klappt.
In Eigeltingen beginnt unsere heutige Bergetappe Wie Friederike schon geschrieben hat - mit spektakulären Ausblicken in den Hegau.
Um Punkt 11:00 Uhr die erste 11Uhr Banane der Reise!
Und weiter auffi! Notfalls mit kräftiger Unterstützung von freilaufenden Hofhunden, die meinten, dass wir nicht schnell genug "vom Hof kämen"
Da hat Friederike ungeahnte Bergqualitäten entwickelt (das gepunktete Trikot geht heute an sie).
Das Sträßchen führt wirklich von Hof zu Hof. Kein Dorf, kein Weiler. Höfe. Nur Landschaft und Ausblicke. Dann irgendwann mal:
Meßkirch. Klar, da muss man zwangsläufig über Heidegger stolpern.
Ganz schön dick auf getragen! Der größte Sohn der Stadt, ok! D e r bedeutendste Philosoph des 20.Jahrhunderts?
Und genau hier "auf dem Feldweg" hat er so epochal vor sich hin gedacht!! Ich merke auch schon wie mir die tiefen Gedanken hochkommen!
Und hier ist er "durchs Tor geschritten" - Mannomann mehr lobhudeln geht nicht. Der Bosquet von Bagnato in dem wir unsere Mittagspause machten, war aber in der Tat sehr schön.
Aber gleich kloppert der Meßkircher wieder los: "..die älteste Vierflügelanlage der Renaissance nördlich der Alpen," - Mann, macht mal halblang. Ein schöner Hofgarten- und juck!
Gestärkt geht es weiter über Inzigkofen -Richtung Sigmaringen.
An Inzigkofen habe ich gemischte Erinnerungen. Einmal im Jahr war vom Tübinger Ludwig-Uhland-Institut hier das Wochenend-Kolloquium! Einerseits sehr lustige Abende- alkoholgeschwängert natürlich, aber auch von Angstschweiß durchtränkte Seminare und Kolloquien. Niemand wurde vorgeführt, alle waren nett, aber man setzte sich selbst unter Druck, wollte G U T sein.
Von Inzigkofen ist es ein Klacks bis Sigmaringen.
Und erst jetzt beginnt es ein wenig zu nieseln.
Der Gasthof zur Traube ist schnell gefunden. Und da wir Fremde sind, haben wir natürlich auch ein schönes Fremdenzimmer bekommen:
Aber die Zimmer sind nett. Die Wirtsleute auch. Und das Essen ist ordentlich. Seit einem Monat hat die Traube wieder auf, haben schon Routine mit der Desinfektionsflasche und den Vorschriften. Es geht einigermaßen entspannt zu.
Das Schloss muss man sich von der Donau her reinziehen! Das ist schon beeindruckend.
Und jetzt ist Feierabend. Für den ersten Tag waren es ordentlich Höhenmeter. Morgen lassen wir es gemütlicher angehen.
Wir sehen uns doch!!!
Seid ihr am "Kreuz" in Inzigkofen vorbei gekommen mit seiner legendern Tellersülze? Und vorher das Donautal zwischen und Dietfurt? Für mich eine der schönsten Strecken an der Donau, die ich bisher kenne!
AntwortenLöschenZum Thema Inzigkofen könnte ich eine Story beitragen, aber das an einem anderen Abend...