die Karte
Der Blautopf und die schöne Lau
Unsere heutige Unterkunft vom Feinsten: Sonnendeck, Sauna, Paella, Orujo, lecker Bier. Da könnte man in Versuchung kommen noch einen Tag dranzuhängen. Was meinst Du, Schwager?
Aber jetzt erst mal einen Absacker!
Wir sehen uns Morgen!!
Und es hat geklappt, heute hat uns der Regen nicht erwischt, im Gegenteil, es wurde ein richtig schöner Tag, mittags kam sogar die Sonne heraus. Und die Strecke war schön: Kurzer Anstieg hinter Munderkingen und dann immer entlang der Donau, oder in den Donauauen.
Auf den kleinen Straßen gab`s interessante Straßenkunst:
...da hat sich ein Straßenbauer echt verkünstelt.
Von Ehingen bis Blaustein ging es entlang der Schmiech, und ab dem Blautopf immer dem Blautal entlang.
Der Blautopf und die schöne Lau
Sehr schön ist's im Blautal: Felsformationen, Steinzeitfunde und immer wieder das Flüsschen.
Das Geissenklösterle, kann man auch erwandern, aber wir blieben unten.
Und da gab`s eine nette Überraschung: kurz vor unserem Ziel holt uns doch tatsächlich unser Gastgeber ab, C.H. mit seinem Mountain bike:
Vor dem Losfahren hat "Carlo Uno" schon seine Sauna angemacht und da konnten wir gleich ganz gemütlich saunieren und die angespannten Muskeln wieder lockern, herrlich. Und hier war auch mein erstes Bad: zwischen zwei Saunagängen hab ich mich in den Goldfischteich gelegt zum abkühlen. Naja bissle glitschig war es schon, aber schön kühl und die Fische waren sehr erstaunt.
Wie der Nachmittag weiterging, das erzählt euch der Manne.
Auf jeden Fall ganz anders als gestern: Hier noch ein Nachtrag zu unserem gemütlichen Fernsehabend In Munderkingen, nach der Schlammschlacht auf den Radwegen und dem Frust über die Strecke:
Jetzt ich (Manne):
Von mir auch noch ein kleiner Nachklapp zu gestern. Was haben Munderkingen und Paris gemeinsam?
Richtig! Ihren Schutzpatron: Sankt Dionysius,- St.Denis. Einer von der Truppe der Cephalophoren!!
Na, ist der Groschen gefallen? Richtig! Das sind die Kopf-unterm Arm-Träger-Heiligen. Normalerweise sind sie so dargestellt, dass der Kopf in der Hand ist, und über dem Hals nichts.
Dem Denis von Munderkingen scheint gleich wieder ein Kopf gewachsen zu sein. Hätte auch gruselig ausgesehen, wenn über dem Kirchenportal ein kopfloser Dionysius gestanden hätte, die armen Schulkinder die jeden Tag am kopflosen Denis hätten vorbei gehen müssen. Ich finde ihnen wurde sonntags, indoor, schon genug zugemutet. Muss mal Freund Norbert (gebürtiger Munderkinger) fragen, was diese Folterszenen mit seinem kindlichen Gemüt gemacht haben.
Richtig! Ihren Schutzpatron: Sankt Dionysius,- St.Denis. Einer von der Truppe der Cephalophoren!!
Na, ist der Groschen gefallen? Richtig! Das sind die Kopf-unterm Arm-Träger-Heiligen. Normalerweise sind sie so dargestellt, dass der Kopf in der Hand ist, und über dem Hals nichts.
Dem Denis von Munderkingen scheint gleich wieder ein Kopf gewachsen zu sein. Hätte auch gruselig ausgesehen, wenn über dem Kirchenportal ein kopfloser Dionysius gestanden hätte, die armen Schulkinder die jeden Tag am kopflosen Denis hätten vorbei gehen müssen. Ich finde ihnen wurde sonntags, indoor, schon genug zugemutet. Muss mal Freund Norbert (gebürtiger Munderkinger) fragen, was diese Folterszenen mit seinem kindlichen Gemüt gemacht haben.
Das ist ein ziemlich makabres Vorher-Nachher-Bild. In der Mitte hat Olle Denis den Kopf noch, rechts unten liegt er am Boden und links hat er ihn schon in der Heiligenpose und läuft in Richtung des Ortes an dem er beerdigt werden möchte. Was macht das mit Kindern?
Oder das:
Da haben sie Denis auf den Rost gelegt. Aber trotz des Blasebalgs will das Feuer nicht angehen. Bekanntlich haben die anderen Foltermethoden, die ich Euch heute erspare, auch nicht funktioniert.
Und dann noch der Schandpranger am Rathaus:
Die Kettenringe zum Anschließen und dem linken Herren wird gerade die Zunge abgeschnitten.
Jetzt ist es aber genug!!
Wie Friederike schon geschrieben hat, der heutige Tag war nicht nur erfreulich trocken, sondern die Strecke nach Blaustein über Ehingen war auch ausgesprochen schön und angenehm zu fahren.
In Ehingen am Theodulbrunnen sind wir ins Tal der Schmiech abgebogen.
Der Hl. Theodul, der Schutzheilige von Ehingen, dem Wallis und Sion ist übrigens zuständig für Unwetter und Gewitter und sonstigen Wetterkatastrophen. Da hätten wir gerne eine Münze reingeworfen, wenn uns das zu dem Zeitpunkt bekannt gewesen wäre.
Da Schmiechtal, am Rande der Schwäbischen Alb ist wirklich eine Reise wert!
Und der Radweg eine Wucht.
Schelklingen, die Eiszeitfunde von Geissenklösterle und dem hohlen Felsen, - Weltkulturerbe vom Feinsten, aber nicht her in der Nähe zu sehen- liegt alles im Landesmuseum im Alten Schloss in Stuttgart.
Aber die Felsen haben was ganz besonderes. (Siehe oben)
Und Blaubeuren natürlich auch!
Und von der Schönen Lau hatte es Friederike ja auch schon.
Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen,
natürlichen Weibs, dies eine ausgenommen, das sie zwischen den Fingern
und Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiß und zarter als ein Blatt vom
Mohn...
So fängt die Geschichte von Mörike an. Spannend daran ist, dass die Schöne Lau die Tochter eines Wassernix aus dem Schwarzen Meer und einer Menschenfrau ist und in den Blautopf verbannt wurde, weil sie nicht lachen konnte und dem balkanesischen Nix keine Kinder gebären konnte (siehe: Das Stuttgarter Hutzelmännle, sehr empfehlenswert!!). Der Fluch kann nur gebrochen werden, wenn sie 5x lachen kann. Dazu hilft ihr die Wirtin des Nonnenhofes.
Von Blaubeuren nach Herrlingen entlang der Blau - ein Traum.
Unsere heutige Unterkunft vom Feinsten: Sonnendeck, Sauna, Paella, Orujo, lecker Bier. Da könnte man in Versuchung kommen noch einen Tag dranzuhängen. Was meinst Du, Schwager?
Aber jetzt erst mal einen Absacker!
Wir sehen uns Morgen!!
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