Der Main-Donaukanal ist eine Wucht! So schön zu fahren! 72 km reine Freude.
Na ja, zumindest größtenteils
Ca. 35 km aufwärts, und dann 35 km abwärts. Wobei sich "aufwärts" heftiger anhört, als es wirklich ist. es geht gaaanz sanft aufwärts, wie es sich für einen Kanal gehört. Dieser Main-Donau Kanal ist schon faszinierend. Nicht unbedingt wegen der Kunst am Kanal
Die war durchwachsen, aber sehr unterhaltsam, - auf ca. 30 km gab es Skulpturen von zum Teil hochrangigen Künstlern
Wobei, ehrlich gesagt Timm Ulrichs Stelen nicht wirklich zu meinen Favoriten gehört haben.
Am ehesten noch die Hommage an den 1.FC Nürnberg und Greuter Fürth
Natürlich geht es nicht um Fussball, aber ob "Die Erde ist nicht rund" so viel schlauer ist?
Die Himmelsleiter sieht, mit Verlaub auch eher etwas mickrig aus. Renommierte Künstler hin oder her.
Wenn ich´s mir recht überlege. Ich hätte nichts vermisst, wenn die Kunscht nicht in der Landschaft gestanden hätte- habe ich das mit der doppelten Verneinung richtig mitgekriegt?
Das eigentliche Spektakel war, an diesem Kanal entlang zu fahren und mit zu bekommen, wie wir uns langsam in eine Hügellandschaft hoch schaffen.
Und unter uns Dörfer, Autobahnen, Täler
Und dann die Vorstellung, dass vor 170 Jahren Schiffe über den Berg getreidelt wurden.
Ein unscheinbares Relikt aus dieser Zeit hat mir besonders gut gefallen.
Das war heute die Halbzeit, zwischen Donau und Main. 82 km von Kelheim und 82 km bis Bamberg.
Die letzten 15 km waren dann durchwachsen, Klar, weiß man, die Einfahrt in große Städte ist so gut wie Null "Robbenbaby-Faktor", aber Nürnberg scheint eine ganz besonders radunfreundliche Stadt zu sein. Von allen Städten die ich kenne, bekommt Nürnberg 0,5 Punkte. Mal sehen ob das bei der Rausfahrt wieder gut gemacht werden kann. Doch Morgen ist zunächst mal Ruhetag.
Und Stadterkundung. Ich bin tatsächlich zum ersten Mal in Nürnberg - und zigmal daran vorbei gefahren.
Ich freue mich auf unseren Ruhetag in Nürnberg.
Aber jetzt Frieda. Bis Morgen!
Manchmal ist das blogschreiben sehr idyllisch: Manne gestern in der Mittsommernacht, ganz fleißig.
Und ich heute: nach einem Aperol Spritz, Spaghetti und einem Merlot, ...das wird nicht mehr viel, sorry.
Die Fahrt war klasse, ich war immer am schauen, ob es irgendwo eine Badestelle an diesem Kanal gibt. Das Wasser war braun, sah aber okay aus, doch niemand hat gebadet. Keine Kanufahrer und keine Badestege, dafür Riesenwelse als dunkle Schatten im trüben Wasser und Angler. Und alle paar hundert Meter eine Schleuse, die meisten nicht mehr in Funktion. Also nichts mit baden.
Als wir nach dem Abendessen eben zum Hotel spaziert sind, haben sie auf dem Kirchplatz gerade roten Scheinwerfer aufgebaut. Wir haben gefragt und nachher haben wir es auch in den Nachrichten gesehen: eine Protestaktion der Kunstschaffenden, um auf ihre prekäre Situation durch die Corona Maßnahmen aufmerksam zu machen. Wie das alles wohl weitergeht? Ich drück den Leuten und uns allen echt die Daumen, dass es bald wieder Kunstevents und schöne und anregende Veranstaltungen geben kann.
Gute Nacht!
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